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Andreas Müller: Die Vermutung einer zusätzlichen Realisation verpufft einfach

2018-10-09 0 272 Vimeo

OnenessTalk mit Andreas Müller von Juli 2018 (Jetzt-TV, Andreas Mueller Talk55). Das ist es… Die Person versucht sich irgendwie „rauszunehmen“, das lässt sich eigentlich nicht lange aufrechterhalten, es würde eben sehr schräg; der persönliche Versuch niemand zu sein, es passiert sogar relativ häufig auf eine Art; zu denken, niemand sein heißt keine Persönlichkeit zu haben, aber das geht dann ein paar Monate, dann wird es zu schräg; z.B. „wenn ich niemand wäre, würde ich auch kein Eis mehr wollen“; die Person hat in dem Sinn so oder so kein Zugang dazu; die ganze Idee von „ich bin getrennt“ und „es gibt so was wie ein Zugang“ wäre alles Teil des Traumes; die Person bleibt aus dem Erleben immer: Aber ich sitze doch hier, im Prinzip egal, wie oft Ich-bin dies gehört hat, es kann dann vielleicht ein bisschen diesen Satz akzeptieren, aber wenn es drum geht bleibt „aber, ich bin doch hier...“, und die Annahme ist, du erlebst dich doch auch; es passiert ja alles nicht so spontan raus? Ja, doch schon, aber aus der Sicht von Ich-bin sind es natürlich auch die wichtigen Fragen, weil das normalerweise die Realität ist, in der Ich-bin herumarbeitet: wie gehe ich mit meinen Gefühlen um, wie lebe ich mein Leben; insofern ist es tatsächlich so, die Probleme bleiben, aber es ist eben keiner mehr da, der sie hat. Immer die Versuche einer Lösung; keine Chance; immer die Hoffnung einen Zugang zu finden; aus irgendeiner Richtung, aus der ich komme, es einen Weg gibt und das gibt es einfach nicht, letztendlich, weil diese Trennung eben nicht real ist, d. h. wir können nicht nur sagen, es gibt keinen Weg, es braucht auch keinen Weg, wobei diese Aussage Ich-bin auch nichts bringt in dem Sinne, weil die Person lebt eben nur im Erleben von: Aber ich brauche einen Weg, weil das, was ich jetzt erlebe, ist es nicht; irgendeinen Schritt muss ich doch gehen können, was letztendlich die Verzweiflung ist. Die Verzweiflung und die Suche fällt weg, sonst nichts? So kann man das sagen, wobei für niemand; niemand hat einen Vorteil davon; es gibt tatsächlich keine Trennung und damit stirbt die Vermutung einer zusätzlichen Realisation, verpufft einfach; ein Problem ist so wie es ist. Sich zu sagen, es ist so, wie es ist, es ist Arbeit im Prinzip; in Bezug hierauf ist das schon Arbeit, die gar nicht gebraucht wird; dass ich jemand bin und etwas finden muss und es nicht finden kann ist letztlich der Traum, er hat keine Substanz, einschließlich der Verzweiflung, es gibt keinen Grund, um verzweifelt zu sein. Es gibt kein Richtig oder Falsch oder Scharlatane und Nicht-Scharlatane; alles ist in dem Sinn nur das, was es ist. „Der, der drin sitzt kann raus“ – beides wäre die Illusion; es ist reine wilde Energie, könnte man das so sagen? Ich-bin wünscht sich natürlich etwas zu haben, womit es leben kann, es braucht doch ein Wort, oder ein Satz oder irgendwas, einfach eine Methode, natürlich völlig okay, aber letztendlich ist es eben nicht etwas und nicht eine wilde Energie; das einzige, was dieses Wort braucht, ist diese illusionäre Anwesenheit, es bleibt zu 100 % in dieser künstlichen Realität; es ist nicht etwas; es ist nicht mal ein ES, was Etwas ist; sitzen in einem Zimmer; jedes Mal, wenn diese Rastlosigkeit ist, muss Ich-bin wieder sagen: aha, es ist eine wilde Energie oder was anderes, was völlig okay ist, es stört niemanden; es hätte, was sowieso eine Geschichte ist, mit Befreiung oder mit dem Ende von Ich-bin nichts zu tun, so lebt Ich-bin halt. Kann es sein, dass Menschen wie Andreas in Psychiatrie mit der Diagnose Ich-Störung landen? Glaubt Andreas nicht; kann sich vorstellen, dass es für manche Leute schwierig ist, wenn so ein Hin- und Herwechseln passiert, jemand, niemand sein, kann irritierend sein, weil da immer noch jemand ist, für den aber gerade die komplette Realität zusammenbricht; eine Vermutung: Derjenige wird dann auch nicht „abgeholt“, der geht dann eher von sich aus in die Psychiatrie, weil er nicht mehr klar kommt, das wäre denkbar; kein Richtig oder Falsch. Ichstörung nochmal was anderes; auf seine ganz eigene Art ist Ich-bin durchaus gestört; Depersonalisation, es könnten manche Leute hiermit verwechseln, was eben eine weitere andere persönliche Erfahrung ist, da ist durchaus jemand, der darunter leidet. Könnte man sagen Unendlichkeit lebt sich? Könnte man natürlich sagen; letztendlich, wer würde es wissen aus eigener Erfahrung, es ist halt so ein Satz; der, der sucht, da gibt es keine Schnittmenge; es erlebt sich und daraus kommt einfach die Notwendigkeit etwas zu finden, für diese scheinbare Instanz ist das nicht abzustellen;... jetzt-tv.net

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