Tag des Unabhängikeitsreferendums: In Schottland sind die Wahllokale seit dem Morgen geöffnet. Es wird eine Rekord-Beteiligung von mehr als 90 Prozent erwartet.<br /><br />Der schottische Regierungschef Alex Salmond mobilisierte zum Ende des Wahlkampfes noch einmal alle Kräfte. “Wacht auf am Freitag und seid euch gewiss: Wir waren es, wir haben es möglich gemacht”, schrieb er in einem offenen Brief an seine Bürger. Von der “Better Together”-Seite ging der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown, ebenfalls ein Schotte, zur Wahlurne. <br /><br />4,3 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Umfragen deuteten im Vorfeld auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Egal ob für oder gegen eine Unabhängkeit: Für viele Menschen hier ist dies ein sehr emotionaler Tag. Eine Wählerin sagt: “Weil ich Britin bin, weil ich einen Englischen Vater habe, eine Schottische Mutter, in England geboren bin. Ich lebe hier. Ich bin Britisch, sonst nichts.” Andere sehen das anders: “Ich denke die Schotten sollten Schottland regieren, so einfach ist das.”<br /><br />Auch andere Regionen Europas setzen auf die Loslösung von ihrer Zentralregierung und erwarten den Ausgang des Referendums mit Spannung. Mit einem Ergebnis wird am frühen Morgen gerechnet.
