Die Behörden und Krankenhäuser in Saudi Arabien haben sich zum Anbruch der Hadschsaison dieses Jahr auch auf das Ebola-Virus eingestellt.<br /><br />Gut zwei Millionen Pilger aus aller Welt werden ab Ende September in Mekka erwartet. Gläubige aus Sierra Leone, Liberia and Guinea schloss Saudi Arabien aus Sicherheitsgründen von der Hadsch aus. <br /><br />Nigerianer dürfen anreisen, weil dort nur wenige Fälle bekannt sind. Dennoch rüsten sich die Krankenhäuser für den Ernstfall.<br /><br />“Wir machen uns vor allem Sorgen wegen Ebola, weil es eine hochansteckende Krankheit ist”, so Hassan Bokhari, Chef der Notaufnahme des Al-Noor-Krankenhauses. “Für den Ernstfall haben wir also einen völlig abgeschotteten Trakt geschaffen. Bislang haben wir in diesem Krankenhaus keine gemeldeten Ebola- oder Corona-Virus-Fälle.”<br /><br />Die Hadsch, ist die fünfte Säule des Islam, jeder Muslim soll die Pilgerfahrt nach Mekka einmal im Leben auf sich nehmen. <br /><br />Ihre Anreise stellt die saudischen Behörden regelmäßig vor Herausforderungen, so kam es 1990 und 2006 beispielsweise zu tödlichen Massenpaniken. Wegen des Andrangs hätten auch Infektionskrankheiten wie Ebola leichteres Spiel.
