Nach der Erstürmung einer Fähre im nordfranzösischen Calais durch Migranten haben Bewohner und Geschäftsleute mehr Unterstützung für die Hafenstadt gefordert. <br /><br /> Unter dem Motto “Schöner Hafen, schöne Stadt” protestierten sie gegen Imageschäden und rückläufige Umsätze durch das “Dschungel” genannte provisorische Flüchtlingscamp an einem Hafenzubringer.<br /><br /> Auch Jean-Marc Puissesseau, Chef der Hafenbehörde, beteiligte sich an der Kundgebung:<br /><br /> “Die Wirtschaft von Calais leidet, der Hafen leidet und deshalb muss hier aufgeräumt werden. Wenn ich aufräumen sage, müssen wir dabei berücksichtigen, dass diese Menschen aus Kriegsländern stammen.” <br /><br /> Mehreren Dutzend Migranten war es am Samstag gelungen, Sperranlagen am Hafen zu überwinden und an Bord der Fähre “Spirit of Britain” zu gelangen. <br /><br /> Die meisten versprechen sich ein besseres Auskommen in Großbritannien als auf dem europäischen Festland und versuchen deshalb immer wieder, illegal auf Lastwagen oder Fähren den Ärmelkanal zu passieren.
