Ganz Schön Feist - Junge, Junge 1999 <br /> <br />in Anlehnung an Bernd Clüver - Der Junge mit der Mundharmonika 1973 <br /> <br />Es ist Wochenende, ich gehe in die Stadt, <br />Und hoffe, dass die Stadt was zu bieten hat. <br />Ich war schon lange nicht mehr unterwegs auffa Piste, <br />Wollen wir domma schaun, wie das heute so ist, ne? <br />Ich döner mir erstmal 'n Kebab rein, <br />Und dann ab in die Disco, <br />Da soll heute Schlagerparty sein, <br />Die tu ich mir mal rein. <br /> <br />(He he) <br /> <br />In der Disco haben alle Cordhosen an, <br />Tragen Wollpullunder und - ich wunder <br />Mich, denn: es gibt Persico am Tresen; <br />Mensch, das ist, als wär ich niemals weggewesen! <br />Ich will tanzen und ich frage eine Dame, <br />Die sagt "Ja" und die tanzt wirklich allererste Sahne, <br />Und wir beide werden vom Schlager besungen, <br />Und tanzen eng umschlungen. <br />Sie schaut an mir runter, sagt: <br />"Irgendwas drückt da" Ich sag: <br />"Das ist nur meine Mundharmonika, -ha -ha haaa..." <br /> <br />Der Junge (Junge, Junge) <br />Mit der Mundharmonika (Das bin ich, das bin iich!) <br />Singt von dem, was einst geschah (Sag ich ja, sag ich ja.) <br />In silbernen Träumen <br /> <br />Wir machen eine Pause, ich hole was zu trinken, <br />Als ich wiederkomme, isse grad am Schminken. <br />Und ich sehe (ah), wie ihr Lippenstift <br />Ganz leise auf ihre Lippen trifft (hm). <br />Ich schwitze meinen Pullunder voll, <br />Und überlege, ob ich sie küssen soll. <br />Denn ihr Lächeln berührt all meine Sinne. <br />Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu sabbern beginne. <br />In mir kribbelt es und wir kommen uns immer näher, <br />Und die ganze Disco riecht nach Nivea. <br />Während ich noch überlege, ob ich sie küssen kann, <br />Fängt sie ganz einfach mich zu küssen an. <br />Denn sie weiss, was sie will und ich will es auch, <br />Und schon früher gab es da diesen wunderbaren Brauch: <br />Mund an Mund, Zunge an Zunge, <br />Sie ist die Dame und ich bin der Jungeeee! <br /> <br />(Ich ich ich ich ich ich) <br /> <br />Der Junge (Junge, Junge) <br />Mit der Mundharmonika (Das bin ich, das bin iich!) <br />Singt von dem, was einst geschah (Sag ich ja, sag ich ja.) <br />In silbernen Träumen <br />Von der Barke (Was für 'ne Barke?) <br />Mit der gläsernen Fracht (Versteh ich nicht...) <br />Die in sternenklarer Nacht (Is egal, is egal!) <br />Deiner Einsamkeit entflieht <br /> <br />(Oh oh oooh) <br /> <br />Was für 'ne Sause, was für 'ne Nacht. <br />Warum habe ich das eigentlich so lange nicht gemacht? <br />Ich war echt gut drauf, angeheitert, <br />Mein Bewusstsein hat sich dann noch mehr erweitert: <br />Als ich mir einen auffe Lampe goss <br />Erschien mir der Stern von Mykonos. <br />Und über den Wolken, ganz in weiss, <br />Sagt die Dame, dass sie Anita heisst. <br />Der Kellner sah 'n bisschen aus wie Dschinghis Khan <br />Und brachte mir griechischen Wein. <br />Dann fuhr ein Zug nach Nirgendwo, <br />Und ich, ich stieg ein, jo! <br /> <br />(Die Fahrkarten bitte) <br /> <br />Der Junge (Junge, Junge) <br />Mit der Mundharmonika (Das bin ich, das bin iich!) <br />Singt von dem, was einst geschah (Sag ich ja, sag ich ja.)
