Der wohlhabende jüdische Literaturprofessor Finzi-Contini lebt in der italienischen Stadt Ferrara mit seiner Frau und den beiden Kindern Micòl und Alberto auf einem herrschaftlichen Anwesen mit weitläufigem Garten. Gegen Ende der 1930er Jahre ist es der jüdischen Bevölkerung nicht mehr erlaubt, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Rassengesetze schränken seit 1938 die Bewegungsfreiheit der Juden ein, doch die Finzi-Contini verachten die Faschisten und verdrängen die Gefahr. Sie halten in souveräner Verachtung der Faschisten an ihrer traditionell-großbürgerlichen Lebensweise fest. Um sich und seinen Kindern die Teilhabe an gemeinsamer Freizeitgestaltung mit Freunden zu ermöglichen, öffnen sie ihren großen Garten, der von einer hohen Mauer umschlossen ist, für die Allgemeinheit. Micòl und Alberto können so mit anderen Jugendlichen Tennis spielen, was Juden im Tennisclub verboten wurde. Giorgio, der aus der öffentlichen Bibliothek verwiesen wird, kann auch die Bibliothek der Finzi-Contini für sein Promotionsvorhaben nutzen. So kommen Micòl und Giorgio zusammen; sie kennen sich schon seit Kindheitstagen, was in Rückblenden erzählt wird. Die Mauer um den Garten trennt ein friedliches „Innen“ vom zunehmend feindlichen „Außen“; sie symbolisiert aber auch die Selbstisolation einer untergehenden Welt gegenüber der zunehmenden Dramatik des Geschehens in Italien und der Welt. In diesem abgeschotteten und stolzen Kern des jüdischen Lebens in Ferrara entwickeln sich trotz aller Verschiedenheiten der sozialen Herkunft und des Ritus Freundschaften, aber auch spannungsreiche Beziehungen.